Wabi-sabi

Wabi-sabi ÄsthetikDas ästhetische Konzept des Wabi-sabi ist eng mit dem Zen-Buddhisms verbunden. Der Begriff selbst wurde im 16. Jahrhundert in Japan erstmals vom Teemeister Sen no Rikyu benutzt, wobei die ästhetischen Ideale schon lange vorher bekannt waren und umgesetzt wurden. Die Begriffsdefinition ist schwierig, die Wabi-sabi Ästhetik beschreibt die Schönheit, die von unperfekten, ungeschliffenen DIngen ausgeht. In der japanischen Teezeremonie kann dies ein bemooster Teekessel oder eine unregelmässig geformte Tischplatte sein, in der Architektur ist der Begriff insbesondere für die japanischen Gärten von Bedeutung, Wabi-sabi Ideen finden sich auch in Ikebana und Bonsaikultur wieder. Auch für die japanische Keramik spielt Wabi-sabi eine große Rolle. Gerade Raku-Keramik, entstanden aus dem Spiel der Elemente, gelenkt durch die künstlerische Absicht, entspricht in hohem Masse dem Ideal des Wabi-sabi.


»Wabi-sabi bezeichnet die Schönheit unvollkommener, vergänglicher und unvollständiger Dinge. Es bezeichnet die Schönheit anspruchsloser und schlichter Dinge. Es bezeichnet die Schönheit unkonventioneller Dinge.« (Leonard Koren)


»Beschränke alles auf das Wesentliche, aber entferne nicht die Poesie. Halte die Dinge sauber und unbelastet, aber lasse sie nicht steril werden.« (Richard A. Powell)